Glossar

Autoimmunerkrankung

Krankheiten, wie z.B. Diabetes 1, MultipleSklerose oder Rheuma, bei denen sich das Immunsystem sich nicht gegen "Eindringliche" von außen, sondern aggressiv gegen die gesunden, körpereigenen Zellen richtet. Das "Sonnen-Hormon" spielt bei der Vorbeugung und Behandlung der MS eine wichtige Rolle:

Das Sonnen-Hormon (Calcitriol, 1,25 hydoxiviatin D)  hemmt  - über die Anbindung an den Vitamin D-Rezeptor der betreffenden Zellen - die Produktion den Entzündungsstoffs Interleukin-17 (IL-17) und damit die entzündlichen Prozesse. Gleichzeitig regt es die Produktion von entzündunghemmenden Stoffen, z. B. des Interleukin-10 an.

Basiliom - Basalzellenkrebs - "weisser" Hautkrebs

Das Basaliom, eine Form des sogenannten "weißen Hautkrebs", entsteht in den Basalzellen der Oberhaut. Da das Basaliom keine Metastasen bildet und nicht tödlich ist, wurde/wird es in vielen Krebsstatistiken nicht als Hautkrebs aufgeführt. Bei den Angaben zu Krebserkrankungen (in Deutschland) wird das Basaliom aber, zusammen mit der Spinaliom und den gefährlichen Melanom ("schwarzen" Hautkrebs), oft undifferenziert als "Hautkrebs" in den statistischen Angaben von Organisationen und in den Medien gezählt.

Das Basaliom ist der häufigste Hauttumor und ist gut behandelbar. Das Basaliom entsteht unter anderem durch dauerhafte oder "intermittierende" (unvermittelte, unvorbereitete) Sonneneinstrahlung. Paradoxerweise ist das Basaliom daher ein guter Indikator für ausreichende Versorgung mit Vitamin D. Tatsächlich haben umfassende epidemiologische Studien nachgewiesen, dass Menschen mit einem Basaliom eine höhere Lebenserwartung haben als Kontrollpersonen.

B-Zellen

Zellen des Immunsystems. Werden im Knochenmark gebildet.

Blaues Licht

Sonnenspektrum - Sichtbares Licht - Wikimedia
Der sichtbare Bereich der Sonnenstrahlen - Wikimedia Commons

Blaues Licht fällt in des sichtbaren Bereich des Sonnenspektrums nit einer Wellenlänge von 420 bis 490 nm.

Wie das Sonnenlich insgesamt und seine unterschiedlichen Frequenzbereiche hat auch das "Blaue Licht" weitreichende, zum Teil noch garnicht vollständig erforschte Gesundheitswirkungen. So gibt es spezielle Photorezeptoren im menschlichen Auge, die auf blaues Licht reagieren, indem sie den körpereigenen Schlafrhythmus beeinflussen. Andere Wirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden sind:

  • Einfluss auf Stimmungen bis hin zu Depression.
  • Linderung bei verschiedenen Schmerzzuständen durch ...
  • ...Wärmewirkung bis in tiefere Hautschichten (Blaues Licht dringt tiefer ein als das UV-Licht), und
  • Erweiterung der Blutgefäße, Föderung der Durchblutung.
  • Anregung verschiedener Soffwechselprozesse.
  • Antibakterielle Wirkungen

Calcitriol

Vitamin D-Synthese - vom Sonnenstrahl zum Calcitriol
Vitamin D-Synthese - Zum Vergrößern bitte anklicken

Die physiologisch aktive Form des Vitamin D3 (Cholecalciferol) und steht damit am Ende der Umwandlungskette des von Sonnenstrahlen (UV-B) in der Haut gebildeten Provitamin D3 bis zum "Sonnen-Hormon", 1,25(OH)2Vitamin D3 (s. die nebenstehende Graphik). Es wird vor allem in den Nieren, aber auch in anderen Geweben aus dem inaktiven Prohormon 25(OH)D3 gebildet, das seinerseits in der Regel zur Bestimmung des Vitamin D-Spiegels im Blut genutzt wird.

Cathelicidin

Cathelicidin ist ein Peptid, das nur bei Menschen und Säugetieren vorkommt und das bei der Immunabwehr und für das Funktionieren des Immunsystems eine entscheidende Rolle spielt. Das Sonnenhormon (Calcitriol) ist von Bedeutung für die Steuerung des Cathelicidin bei der Immunreaktion.

Cholecalciferol

Unter dem Begriff »Vitamin D« fasst man gewöhnlich zwei sehr ähnliche Moleküle zusammen:

  • Vitamin D3 oder Cholecalciferol (kurz: Calciol) entsteht aus einem Abbauprodukt von Cholesterin, dem 7-Dehydrocholesterin. Bestimmte Hautzellen, so genannte Keratinozyten, erzeugen es bei Kontakt mit UV-B-Strahlung.
  • Vitamin D2 oder Ergocalciferol leitet sich von einem cholesterinähnlichen pflanzlichen Steroid ab und findet sich in bestimmten Pilzen oder im Eigelb.

dendritische Zellen

Zellen des Immunsystems. Die dendritischen Zellen sind in der Lage, das Vitamin D3 selbstständig in das Sonnenhormon (Calcitriol) umzuwandeln, das wiederum bei der Aktivierung und Steuerung der T-Zellen (gehören zu den weissen Blutkörperchen und “fressen” die beschädigten Zellen, bevor sie entarten) in der Immunabwehr von Bedeutung ist - auch für den Abbau von Hautzellen, die durch die UV-Strahlen der Sonne beschädigt wurden. Auf diese Weise ist die Sonne auch an der Beseitigung von Schäden beteiligt, die sie selbst verursacht hat.

endokrines System

Hormon-produzzierende Organe und Gewebe des menschlichen Körpers

epidemiologische Studie

Studie zur Häufgkeit des Auftretens von Krankheiten in einer bestimmten Bevölkerung oder Gruppe.

Epigenetik

Wissenschaft von den Veränderungen eines Gens und deren Einflussfaktoren, die die Entwicklung einer Zelle dauerhaft bestimmen und erblich machen.

Ergocalciferol

Ergocalciferol = Vitamin D2 - leitet sich von einem cholesterinähnlichen pflanzlichen Steroid ab und findet sich in bestimmten Pilzen oder im Eigelb.

Fraktur

Bruch, Knochenbruch

Hautschichten

Die Haut ist mit ungefähr 1,7 Quadratmetern das größte Organ des menschlichen Körpers. Sie hat viele wichtige Funktionen. Zunächst dient sie dem Schutz des Körpers vor Einflüssen von außen, insbesondere vor Krankheitskeimen, Bakterien und Pilzen. Sie reguliert den Wärmehaushalt des Körpers.

Die Haut besteht aus drei verschiedenen Schichten:
Die äusserste Hülle ist die Oberhaut, die sich aus

  • der Hornschicht,
  • der Stachelzellschicht und
  • der Basalzellschicht mit den pigmentbildenden Zellen zusammensetzt.

Aus der untersten Schicht werden diese Schichten durch Teilung und Differenzierung der Zellen "gespeist". Im Laufe der Zeit schieben sich ältere Zellen nach oben, während von unten neue nachgebildet werden. In der Oberhaut werden die verhornten Zellen schließlich abgestoßen, so dass sich die Oberhaut etwa alle vier Wochen von Grund auf erneuert.

Darunter liegt die Lederhaut. Hier liegen Blut- und Lymphgefäße, Haarwurzeln, Nervenenden sowie Schweiß-, Duft- und Talgdrüsen.

Die Unterhaut mit Fettschicht, Blutgefäßen und Nerven stellt das Bindeglied zwischen Muskulatur und Haut dar. Hier entstehen ständig neue Zellen, die dann nach oben wandern bis sie an der Hautoberfläche abgeschilfert werden.

Hydroxilierung

Chemische Reaktion bei der eine Wasserstoff-Sauerstoff-Gruppierung an ein Molekül angehängt wird.

Inzidenz

In der Medizinstatistik die Zahl der Neuerkrankungen pro Jahr. Gewöhnlich zusammen mit der "Mortalität", der Zahl der Todesfälle pro Jahr durch die Krankheit, ausgewiesen.

IU - IE

IU = international unit, IE = internationale Einheit. Allgemeine Einheit für Stoffmengen. 40 IE = 1µg (Nanogramm) Vitamin D.
25-Hydroxyvitamin D wird wie folgt umgerechnet: ng/ml (Nanogramm pro Milliliter) x Faktor 2,5 = nmol/l (Nanomol pro Liter)

Keratinozyten

Hornbildende Zelle in der Oberhaut (Epidermis). Bildet Keratin (Substanz aus denen die Hormschuppen gebildet werden), wandert dann von den inneren Schichten der Oberhaut in die äußeren Schichten und wird dort abgerieben. Keratinozyten tragen zum UV-Schutz bei, indem sie Melanosomen (Melanin = Farbstoff) von den Melatinozyten aufnehmen aufnehmen. Das Melanin legt sich wie ein Sonnenschirm über den Zellkern und schützt diesen vor UV-bedingten Schäden.

MED - Minimale Erythemdosis

Erythemwirksame UV-Schwellenbestrahlung. Strahlendosis zur Erzeugung einer gerade sichtbaren, scharf gegen die unbestrahlte Haut abgegrenzten Rötung (Schwellenreaktion).
Mittlerer Wert der erythemwirksamen Schwellenbestrahlung für hellhäutige Europäer (Hauttyp II):
1 MED = 210J/m2 = minimale erythemwirksame Dosis (MED)

SED = standard erythema dose. Standardisiertes Maß der UV-Strahlendosis. Ein MED entspricht in etwa 1,5 SED bei unvorbereiteter Haut von Menschen die nicht bräunen und schnell einen Sonnenbrand bekommen (Hauttyp 1), 2 SED=1 MED bei Hauttyp II, 3 SED=1 MED bei Hauttyp III etc. (In Deutschland sind die Hauttypen II und III mit Abstand am verbreitetsten).

Melanom

Der "schwarze Hautkrebs" gehört zu den bösartigen (malignen) Krebsarten - anders als der "weisse Hautkrebs". Das Melanom ist eine der selteneren Krebsarten (in Deutschland knapp 20.000 Neuerkrankungen/Jahr, s. GEKID) und bildet sich in den Melanozyten. Er bildet Metastasen und streut auch in andere Organe.

Entartete Zellen in den Melanozyten werden im Normalfall vom Immunsystem beseitigt (T-Zellen, auch T-Helferzellen genannt, senden den Botenstoff Interleukin 9 an Immunzellen, die für die Beseitigung, Apoptose, sorgen). Erbfaktoren oder die Überforderung des Immunsystems können zur ungehinderten Teilung der Krebszellen und damit zum Melanom führen.

Auch hier wieder anders als der gut heilbare "weisse Hautkrebs" bildet das Melanom sich nicht überwiegend an sonnenbeschienenen Hautstellen, sondern auch in Schleimhäute und anderen von der Sonne nicht erreichbaren Körperregionen, z.B. unter der Fußsohle.

Regelmäßige, moderate Besonnung scheint nach allen bisher bekannten Studien eher vor dem Melanom zu schützen. Anders allerdings die abrupte, unvorbereitete, "intermittierende" Besonnung, vor allem mit einem Sonnenbrand im Gefolge. Hier schient es einen Zusammenhang mit der Melanombildung zu geben.

Melanin

Hautfarbstoff - ein Pigment, das beim Menschen für die Färbung der Haut und der Haare verantwortlich ist. Wird in den Melanozyten u.a. durch Einstrahlung von UV-B gebildet und beim Aufsteigen in die Hautoberfläche von UV-A nachgedunkelt.

Melanozyten

Pigment-(Melanin)bildenden Zellen der Haut in der Epidermis. Die Melanozyten geben das Melanin an die Keratinozyten weiter, mit denen sie eine Melanineinheit bilden.

Die Entartung von Melanozyten kann zu Bildung von Melanomen, "schwarzem Hautkrebs", führen, vor allem bei abrupter, unvorbereiteter und übermäßiger (Sonnenbrand) Sonneneinstrahlung (UV-Strahlen).

Metabolismus

Stoffwechsel - die Aufnahme, der Transport und die chemische Umwandlung von Stoffen in einem Organismus.

Milligramm-Mikrogramm-Nanogramm

Gängige Maßeinheiten:

  • 1 Milligramm (mg) = 1 Tausendstel Gramm = 10-3 g
  • 1 Mikrogramm (µg) = 1 Millionstel Gramm = 10-6 g
  • 1 Nanogramm (ng) = 1 Milliardstel Gramm = 10-9 g

Mobidität

Erkrankungszahlen ->Inzidenz

Mortalität

Sterberate, relative Sterbehäufigkeit bezogen auf z.b. eine bestimmte Krankheit.

Multiple Sklerose

Autoimmunerkrankung des Nervensystems. Körpereigene Immunabwehr-Zellen greifen die Nervenzellen (Myelinscheiden der Nervenzellfortsätze) an und zerstören sie.

Naevi

Hautveränderung an einer begrenzten Hautstelle, Muttermal.

Nanomol

Internationale Basiseinheit der Stoffmenge wie auch das Nanogramm. Der Vitamin D-Spiegel im Blut wird entweder in Nanomol per Liter (nmol/L) oder in Nanogramm per Milliliter (ng/ml) ausgedrückt. Dabei entspricht 1 ng/ml 2,5 nmol/l.

Neuordermitis

Atopisches Ekzem. Chronische Erkrankung der Haut mit roten, schuppenden und stark juckenden Ekzemen. Da die UV-Strahlen der Sonne die Immunkräfte der Haut, die antimikrobiellen Peptide, angeregt und so die Abwehr-Barriere stärkt verhindern sie, bzw. das so entstandene Sonnen-Hormon, Entzündungen der Haut und unterschiedliche Hautkrankheiten wie Neurodermitis, Rosacea und Schuppenflechte.

Osteomalazie

Knochenweiche, Knochenschmerzen bei Erwachsenen. Wird durch unzureichene Kalzium-Versorgung der Knochen aufgrund von Vitamin D-Mangel ausgelöst.

Osteoporose

Knochenschwund, Verringerung der Knochendichte, Abbau der Knochensubstanz durch mangelnde Kalzium-Einlagerung aufgrund von - in der Regel - Vitamin D-Mangel. Kann schon in frühester Kindheit, im Extremfall als Rachitis, und sogar beim Fötus - durch Vitamin D-Mangel während der Schwangerschaft - auftreten.

Parathormon

Produkt der Nebenschilddrüse, zuständig für die Regulierung des Kalzium-Stoffwechsels. Bei Vitamin D-Mangel steigt die Parthormon-Ausschüttung, der Kalzium-Bedarf wird aus der Knochensubstanz gedeckt und damit die Gefahr von Osteoporose oder Osteomalazie erhöht.

Peptid

Kleines Protein oder Eiweiß.

Pigmentierung

Hier: Bildung des Farbstoffs ->Melanin in den ->Melanozyten und Einlagerung der ->Malanosomen in die ->Keratinozyten. Schützt die ->DNA vor den UKV-Strahlen der Sonne.

Photon

Lichtteilchen.

Photosensibilität

Erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut, hervorgerufen durch Erkrankungen, Medikamente oder Stoffe, die auf die Haut gelangt sind. Eine Reihe von häufig eingesetzten medizinischen Wirkstoffen erhöht die Empfindlichkeite der Haut gegenüber den UV-Strahlen der Sonne. Führt zu schnellerem Sonnenbrand und entsprechenden hautschäden.

Prävention - Primär-, Sekundär-Prävention

Vorbeugen vor physischen oder psychischen Krankheiten oder Mangelerscheinungen. Primär- = von Anfang an, Vermeidung des Mangels und Handeln vor Ausbruch der Krankheit. Sekundär- = Vorbeugen der Wiederkehr einer Krankheit oder eines Mangels.

Provitamin

Vorstufe eine Vitamins. Beispiel: Die UVB-Strahlen der Sonne wandeln in der Haut das Cholesterol (7-DHC) in das Provitamin D3 um. Dieses Provitamin wird dannn auf verschiedenen Wegen (s. Calcitriol) in das "Sonnenhormon" (1,25(OH)2Vitamin D3) und ist erst in dieser Form biologisch wirksam.

Psoriasis

Schuppenflechte, eine Hautkrankheit mit stark schuppenden Hautstellen. Allein in Deutschland leiden mehr als zwei Millionen Menschen an Psoriasis. Psoriasis entsteht durch eine Fehlreaktion des Immunsystems. Wie bei anderen Autoimmun-Erkrankungen wie Diabetes 1 oder Mutliple Sklerose wendet sich das Immunsystem gegen die gesunden Zellen des eigenen Körpers, es spielt sozusagen verrückt. Die Zellen der Oberhaut, die Keratinozyten, werden angegriffen, vermehren und  entzünden sich und jucken.

Die UV-Strahlen der Sonne haben eine lindernde  und heilende Wirkung durch die Anregung eines Proteins (Eiweissmolekül), das Cathelicidin LL-37, das diesen Prozess unterbrechen kann.

Rachitis

Entwicklungsstörung des Knochenwachstums verursacht durch Sonnen- und Vitamin D-Mangel. Fährt bei Kindern zu Deformation der Knochen. Typische Kinderkrankheit im 19. Jahrhundert durch die Industrialisierung und den Lichtmangel in den industriellen Balungszentren. Durch die "inhäusige", sonnenarme Lebensweise gerade von Kindern und Jugendlichen tritt die Rachitis in den letzten Jahren wieder verstärkt auf.

SED - Standard Erythema Dose

Standardisiertes Maß der UV-Strahlendosis. 1,5 SED entspricht in etwa einem MED bei unvorbereiteter Haut von Menschen die nicht bräunen und schnell einen Sonnenbrand bekommen (Hauttyp 1), 2 SED=1 MED bei Hauttyp II, 3 SED=1 MED bei Hauttyp III etc. (In Deutschland sind die Hauttypen II und III mit Abstand am verbreitetsten).

Sonnen-Exposition/UV-Exposition

Die Haut der Sonne/den Sonnenstrahlen aussetzen. Ähnlich: "UV-Exposition" = die Haut den UV-Strahlen (der Sonne) aussetzen.

Über- und Unterexposition: Übermäßige oder unzureichende Besonnung, abweichung von Optimum  nach oben oder unten.

Sonnenschutzfaktor

Bei Sonnenschutzmitteln gibt der Sonnenschutzfaktor (SPF - sun protection factor) an, um wieviel Mal sich die Zeit an der Sonne verlängert, bevor sich eine erste Hautrötung bzw. ein Sonnenbrand bildet. Dieser Faktor ist nur dann korrekt, wenn das Sonnenschutzmittel in einer bestimmten Menge gleichmäßig aufgetragen wird (2 Gramm pro Quadratzentimeter - das enspricht in etwa einer kleinen Flasche/Tube pro Anwendung am gesamten Körper).

Sonnenschutzmittel mit einem SPF von 20 oder mehr verhindern 99 Prozent der Vitamin D-Synthese über die Haut.

Spinaliom

Stachezellkrebs entsteht in den Stachelzellen der Oberhaut. Bei der Entstehung spielt - anders als beim Melanom - die dauerhafte Sonneneinwirkung eine bedeutende Rolle. Das Spinaliom wächts langesam, bildet selten Metastasen aus und ist in aller Regel heilbar.

Supplement

Ersatz, Ergänzung. Bei Vitamin D-Mangel vor allem im "Vitamin D-Winter" (Oktober bis März) kann der Vitamin D-Spiegel durch die Einnahme von Präparaten ("supplementieren") ausgeglichen werden.

T-Zellen

Zellen des Immunsystems, die im Knochenmark gebildet werden und eine entscheidende Rolle bei der Immunantwort spielen.

UV-Strahlung

Ultraviolettes Licht. Ein Bereich im Strahlenspektrum des Sonnenlichts. Der UV-Bereich umfasst die kurzwelligen Strahlen zwischen ca. 200 und 400 Nanometer (nm). Der UV-Bereich unterteilt sich in die Bereiche - mit aufsteigender Wellenlänge:

  • UV-C (280 nm - 100 nm),
  • UV-B (315 nm - 280 nm),
  • UV-A (380 nm - 315 nm).

Die kurzwelligen und energiereichsten UV-C-Strahlen erreichen die Erde so gut wie garnicht und werden bereits in der Atmosphäre abgeblockt. Die UV-B Strahlen werden ebenfalls zu einem Teil von der Ozonschicht in der Atmosphäre, den Wolken oder dem Smog ausgefiltert. Ihr Anteil am gesamten UV-Spektrum beträgt daher nur ca. 5 Prozent in der Sommer-Mittagssonne. Ja schäger die Sonne am Himmels steht, dest weniger UV-B erreicht die Erde. Die UV-B Strahlen verursachen bei Überdosierung den Sonnenbrand und sind verantwortlich für die Vitamin D-Bildung und die Melanin-Bildung in der Haut.

UV-C, UV-B und UV-A dringen unterschiedlich tief in die Haut ein

Die UV-A-Strahlen dringen tiefer in die Haut ein als die UV-B-Strahlen. UV-A wird daher für die vorzeitige Hautalterung verantwortlich gemacht. UV-A dunkelt das in den Melanozyten durch die UV-B-Strahlen gebildete Melanin und ist so für die sog. Sofortbräunung der Haut zuständig.

In der Medizin werden sowohl UV-A (z.B. bei der sogenannten PUVA-Therapie) als auch UV-B vor allem gegen Hauterkrankungen eingesetzt.

VDR

Vitamin D-Rezeptor. "Türhüter" der Zellen für die Aufnahme des "aktiven" Vitamin D (1,25-Dihydroxyvitamin D/1,25 (OH)2D3) in den Zellkern. Vermutlich reguliert dieses aktive Vitamin D/Hormon über den Vitamin D-Rezeptor mehr als tausend verschiedene Gene in mindestens einem Dutzend Geweben und Zelltypen überall im Körper - ein Hinweis auf die Bedeutung des "Sonnen-Hormons" für viele Funktionszusammenhänge im menschlichen Körper.

Vitamin D

Dass fettlösliche Vitamin D, in den beiden Formen Vitamin D3 (Cholecalciferol) und Vitamin D2 (Ergocalciferol), wird im menschlichen Körper auf verschiedenen Wegen gebildet bzw. aufgenommen (s. Graphik) und in die wirksame Form (1,25-Dihydroxyvitamin D) umgewandelt - ist also in Wirklichkeit ein Hormon.

Da diese Umwandlung (Metabolismus) durch die UV-B-Strahlen der Sonne angestoßen wird, spricht man von dem Vitamin D (25(OH)D) als dem "Sonnenschein-Vitamin D" und der bioaktiven Form als dem "Sonnen-Hormon".