Sonnenschein-Vitamin gegen Diabetes

17.11.2013 16:12:00 von Leopold Bergmann

Mit der nachlassenden Kraft der Sonne im trüben November warnen Fachleute vor der Gefahr eines Vitamin D-Mangels und seinen gesundheitlichen Folgen. So stand das Thema "Diabetes und Vitamin D" auch auf der Tagesordnung der 7. Diabetes Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) vom 15. bis 16. November 2013 im ICC Berlin.

In einer Pressemitteilung schreibt die DDG: "Neue Studien geben Hinweise darauf, dass eine Therapie mit Vitamin D die Insulinsensitivität und -sekretion verbessern und die Blutzuckerstoffwechsellage stabilisieren kann...Vitamin D stabilisiert ... den Blutzuckerstoffwechsel bei Menschen mit Diabetes: Im Muskel, in der Leber und an den Betazellen des Pankreas, den Insulinproduzierenden Zellen, konnten Forscher die Wirkung nachweisen."In einer Pressekonferenz stellte Professor Dr. Klaus Badenhoop von der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt, Sprecher der DDG Arbeitsgemeinschaft Molekularbiologie und Genetik des Diabetes, die jüngsten Ergebnisse der Vitamin D-Forschung zu Diabetes vor:  "Im Hinblick auf die Insulinwirkung auf die peripheren Gewebe verbesserte sich die Insulinsensitivität um 60 Prozent, wenn der Vitamin-D-Spiegel von einem schweren Mangel von unter zehn ng/ml auf über 30 ng/ml anstieg“.

Der Wert von 30 ng/ml (75 nmol/L) wird von den meisten internationalen Experten als Normwert für den Vitamin D-Gehalt im Blut angesehen.

Vitamin D-Mangel trägt zum Anstieg der Volkskrankheit Diabetes bei"Insgesamt kann der Diabetesstoffwechsel durch Vitamin D stabilisiert werden. Ein Mangel sollte deshalb in jedem Fall vermieden werden", so Prof. Badenhoop. Da das Sonnenvitamin D bei der Immunregulierung eine entscheidende Rolle spiele, könne bei Kindern mit neu diagnostiziertem Diabetes mellitus Typ I, einer Autoimmunerkrankung, die Funktion der Betazellen durch die Zugabe des Vitamins maßgeblich verbessert werden.

Diabetes ist eine der am weitest verbreiteten und am schnellsten anwachsenden "Volkskrankheiten". Die gleichzeitig zunehmende Unterversorgung der Bevölkerung mit Vitamin D, verursacht vor allem durch den immer weiter abnehmenden Aufenthalt an der Sonne, trägt zu dieser Entwicklung bei. Die Einnahme von Vitamin D-Supplementen und die kontrollierte Nutzung von Solarien können vor allem im "Vitamin D-Winter" von Oktober bis März ein Vitmain D-Defizit verhindern helfen. 

Quelle: Pressemeldung der Deutschen Diabetes Gesellschaft

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