Sonnenschein-Vitamin für`s Baby bestimmt die Knochendichte beim Kleinkind

09.11.2013 15:58:00 von Leopold Bergmann

Sonnenschein-Vitamin sorgt durch die Regulierung des Gens RXRA für feste Knochen bei Kindern
Sonnen-Hormon schon vor der Geburt sorgt für starke Knochen beim Kind - Foto: fotolia.com

Die Rolle der Sonne und des Sonnenschein-Vitamins D3 für Knochenstabilität und Knochenwachstum ist seit langem bekannt und wissenschaftlich unumstritten. Dennoch werden immer wieder neue Entdeckungen gemacht über die Wege, auf denen das Vitamin D den Knochenaufbau beeinflusst.

Jetzt haben Forscher an der University of Southampton, England, ein Gen bei Neugeborenen entdeckt, das durch den Einfluss von Vitamin D an- und abgeschaltet wird und die Knochendichte im Kindesalter wesentlich mitbestimmt.

Sie indentifizierten ein Gen, RXRA, im Nabelschnur-Blut von 230 Neugeborenen, das auf verschiedenen Hormone, darunter das Sonnen-Hormon (1,25 dihydoxivitamin D3) reagiert. Je deutlicher diese Reaktionen bei den Neugeborenen ausfiel, um so stabiler ("dichter") erwiesen sich die Knochen bei den vierjährigen Probanden.

Die Vtiamin D-Versorgung der Schwangeren wichtig für die Knochenentwicklung des Babys

Der Wirkungsgrad des Sonnenhormons wiederum ertwies sich als Folge des Vitamin D-Spiegels im Blut der Mütter im letzen Schwangerschaftdrittel - ein weiterer Beleg für die Bedeutung von Sonne, Besonnung und anderen Formen der Vitamin D-Versorgung in der Schwangerschaft

Sonne und Sonnenschein-Vitamin D in der Schwangerschaft sorgt für Knochendichte der Kinder bis ins Erwachsenenalter

Knochenwachstum und Knochendichte im Kindesalter und in der Jugend sorgt vor für die Zeit - schon ab 30 - wenn der Knochenabbau beginnt, verhindert Osteoporose und Knochenbrüche im Alter. Eine der Voraussetzungen dafür ist schon die ausreichende Versorgung mit Vitamin D3 im Mutterleib. Das Sonnenschein-Vitamin ist notwendig für die Einlagerung des Kalzium in die Knochen.

Dass belegt jetzt einmal mehr eine australische Studie, die den Vitamin D-Status von 341 Frauen und dann 20 Jahre später die Knochendichte ihrer Kinder ermittelte.Knapp 40 Prozent der Frauen wiesen einen Vitamin D-Mangel (<20 ng/ml) auf. Die Knochendichte ihrer 20jährigen Kinder lag im Durchschnitt deutlich niedriger als die der Kinder von ausreichend versorgten Müttern.

Quelle: Science Daily

Studien:
Nicholas C Harveyet al., Childhood bone mineral content is associated with methylation status of the RXRA promoter at birth, Journal of Bone and Mineral Research, Sept. 2013, vorab online veröffentlicht

Zhu, K., et. al. Maternal Vitamin D Status During Pregnancy and Bone Mass in Offspring at 20 Years of Age: A Prospective Cohort Study. Journal of Bone and Mineral Research, 6. November 2013, onlien vorab publiziert

Foto: iStockphoto

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