Sonnenmangel kann zu Blutarmut führen

01.11.2013 18:33:00 von Leopold Bergmann

Mehr Sonne für Kinder und Jugendliche schützt vor Blutarmut, Anämie
Sonnenschein-Vitamin schützt vor Blutarmut bei Kindern

Kinder und Jugendliche leiden häufiger an einem Mangel an Sonnenschein-Vitamin D als die übrigen Altersgruppen (die ganz Alten mal ausgenommen). Das hat erhebliche gesundheitlich Konsequenzen, wie die wachsende Zahl wissenschaftlicher Studien in den vergangenen Jahren nachweist.

Jetzt kommt eine Studie von Wissenschaftlern am renommierten Johns Hopkins Children’s Center zu dem Ergebnis, dass schon ein geringer Vitamin D-Mangel bei Kindern das Risiko von Blutarmut (Anämie) erhöht - un zwar um mehr als das Doppelte!

Besonders betroffen sind dunkelhäutige Kinder. Die Hautpigmente sind ja von der Natur als "Sonnenschutz" vor übermäßiger UV-Bestrahlung gedacht, bremsen aber in nördlicher gelegenen Regionen dadruch die Vitamin D-Synthese in der Haut und führen oft zu einem Vitamin D-Mangel. Allerdings scheinen sich die Körper vor allem kleinerer Menschen mit dunkler Haut an den Vitamin D-Mangel besser anzupassen, als Hellhäutige.

Für dieser bislang größten Studie zum Thema untersuchten die Wissenschaftler über einen Zeitraum von fünf Jahren Blutproben von 10.410 Kindern im Alter zwischen 1-18 Jahren.

An Anämie, einem Mangel an roten Blutkörperchen, leidet schätzungsweise jedes fünfte Kind einmal während seiner Entwicklung.

Quelle: Vitamin D Council

Studie: M.A. Atkinson et al., Vitamin D, Race, and Risk for Anemia in Children, The Journal of Pediatrics, Oktober 2013, online vorab publiziert

 

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