Hobbit beweist: Untergang der Bösewichter dank Sonnen-Mangel

15.12.2013 16:36:00 von Leopold Bergmann

Bösewicht Gollum: Untergang durch Sonnenmangel
Gollum und andere Bösewichter verlieren den Kampf mit den Guten durch Sonnen- und Vitamin D-Mangel

Der Triumph des Guten über das Böse scheint einen einleuchtenden Grund zu haben: Sonnen- und Vitamin D-Mangel der Bösewichter! Den wissenschaftlichen Nachweis hat jetzt Prof. Nicholas Hopkinson vom renommierten London Imperial College geliefert:

In einer Inhaltsanalyse der Hobbit-Geschichten von J.R.R. Tolkien kommt der Wissenschaftler zusammen mit seinem Sohn zu dem Ergebnis, dass der Sieg der guten Helden über die Bösen durch Mangel an Sonnenlicht und falsche Ernährung möglich wurde. Der daraus folgende Mangel an Vitamin D habe bei Gollum und anderen Bösewichtern der Saga zu Knochen- und Muskelschwund geführt und damit zu ihrer Unterlegenheit im Kampf.

Sicher nicht ganz zufällig wird diese Studie in der Weihnachtsausgabe der Fachzeitschrift  "The Medical Journal of Australia" erscheinen (als PDF in der Anlage).

Phantasie und medizinische Wissenschaft

Noch nie habe es bisher wissenschaftliche Untersuchungen in einer Phantasiewelt gegeben, so die Pressemitteilung des Imperial College. Die Wissenschaftler hätten daher die Lebens- und Ernährungsgewohnheiten der Bösewichter in Tolkiens Saga per Inhaltsanalyse ermitteln müssen. Dank dieser Auswertungen sei es möglich gewesen, den einzelnen Figuren einen (wahrscheinlichen) Vitamin D-Status zuzuordnen.

Die Gutem im Licht, die Bösen im Dunkeln

So lebt zwar der Hobbit-Held Bilbo in einer Art Höhle, die aber Fenster hat und die Sonne herein lässt. Außerdem wird berichtet, dass Bilbo sich gern in seinem Garten sonnt. Die Hobbit-Ernährung ist darüber hinaus vielfältig und enthält Vitamin D-haltige Elemente wie Pilze, Milch, Käse und Fisch.

Ganz anders Gollum, der, wie die anderen Bösewichter der Hobbit-Saga, die Sonne scheut und daher unter Knochenweiche und unzureichender Muskelentwicklung leidet. Kein Wunder also, dass am Ende die Sonnen-verwöhnten Guten über die Bösen siegen, die im Dunkeln leben. Ihr von den Wissenschaftlern errechneter, fiktiver Vitamin D-Wert liegt erheblich unter dem gesunden Minimum-Standard.

Prof. Hopkinson schränkt allerdings ein: "Wir haben in unserer Studie nicht unterschieden zwischen Figuren, die im Großen und Ganzen als Säugetiere qualikfiziert werden können, und Kreaturen, deren Natur eher ungewiss ist. Leider war das Ziel des Autors von "The Hobbit" keine wissenschaftliche Beschreibung der Lebensumstände und der Ernährungs-Historie seiner Figuren, so dass hier eine gewisse Unsicherheit bleibt.

So muss der es weiteren wissenschaftlichen Forschung dieser Zusammenhänge überlassen bleiben, die Ergebnisse dieser Pilot-Studie als typisch für das Tolkien`sche Gesamtwerk und darüber hinaus aller Phantasie-Literatur zu bestätigen. Klinische Studien wären dafür nötig. Allerdings wirft das die Frage auf nach der Verhältnismäßigkeit von Kosten und Nutzen "

Quelle: Die Pressemitteilung des Imperial College

Studie: Nicholas Hopkinson und Sohn, The hobbit — an unexpected deficiency, Medical Journal of  Australia, 16. Dezember 2013, online vorab publiziert

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