Erschreckender Sonnen-Mangel bei (werdenden) Müttern - vor allem im "Vitamin D-Winter"

15.09.2013 16:34:00 von Leopold Bergmann

Sonnen-Hormon für Schwangere und Baby - Foto: iStockphoto

Ein Mangel an Vitamin D3, dem "Sonnen-Hormon", kann Probleme bei der Geburt verursachen und der Gesundheit des Neugeborenen schaden. Eine wachsende Zahl internationaler Untersuchungen haben in den vergangenen Jahren die Bedeutung des "Sonnen-Hormons" für Mütter und Neugeborene unterstrichen.

Jetzt ist auch in Deutschland eine erste Studie dazu erschienen. Forscher der Universität Gießen hatten Blutproben von 261 Schwangeren und das Nabelschnur-Blut von 328 Neugeborenen auf Vitamin D, Kalzium, Parathormon und andere Substanzen analysiert.

98 Prozent der (werdenden) Mütter wiesen im Winter einen Vitamin D-Mangel (<50nmol/l) auf. In den Sommermonaten waren es immer noch 49 Prozent.

Immigrantinnen aus nich-europäischen Ländern waren besonders betroffen ebenso wie Frauen, die sich in der Schwangerschaft zu wenig Bewegung an der Sonne verschafft hatten.

Die Autoren der Studie richten einen dringlichen Appell an die Gesundheitsorganisationen in Deutschland, eine Strategie zur Beseitignung des Vitamin D-Mangels vor allem während der Schwangerschaft zu entwicklen.

C. Wuertz et al., Cross-sectional study of factors that influence the 25-hydroxyvitamin D status in pregnant women and in cord blood in Germany, British Journal of Nutrition, 2013, 23:1-8.

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