Blick: "Dünne Argumente gegen Solarium"

15.11.2013 18:05:00 von Leopold Bergmann

Die "dunkle Jahreszeit" hat begonnen und mit ihr kommt der Herbst- und Winter-Blues. Der Vitamin D-Spiegel im Blut sinkt, und so auch das Wohlgefühl. Ein - zugegeben unzureichender - Ersatz für die Glücksgefühle- und Vitamin D-spendenden Sonnenstrahlen kann das Solarium sein. Beschränkt auf das UV-Spektrum der Sonne, hilft die Sonnenbank aber immerhin beim Ausgleich der Vitamin D-Defizite und löst für einen Moment Kälte, Nebel und Dunkelheit in Wohlbefinden auf.

Das zumindest meint die schweizerische Tageszeitung BLICK und findet die Kritik des Dermatologenverbands überzogen und den Versuch, Druck auf die Redaktion auszuüben, fehlgeleitet. Sie schreibt:

"Im Winter ist Vitamin D Mangelware. Das Solarium hilft. Die Schweizer Krebsliga warnt – aber mit dünnen Argumenten.

Die Ausgangslage: Vitamin D ist wichtig. Bisher sind etwa 3000 Gene entdeckt worden, bei denen Vitamin D eine Rolle spielt. Normalerweise bilden die im Sonnenlicht enthaltenen Ultraviolett-B-Strahlen (UVB) in der Haut etwa 90 Prozent des Vitamins D. UVB-Strahlen werden aber durch Luft und Wolken weggefiltert. Sie erreichen uns nur, wenn die Sonne 50 Grad oder steiler steht. Das ist in unseren Breitengraden spätestens ab Ende September und bis Ende März nicht mehr der Fall...."

Fit oder fett - Wundermittel Vitamin D

Nun ist Vitamin D zwar sicher kein "Wundermittel", hat aber vorbeugende und heilende Wirkung bei vielen "Volkskrankheiten". Dass die Sonne darüber hinaus noch viele positive Seiten hat, darauf weist BLICK in einem kurzen "Nachschlag" zum Artikel hin: "Was die Sonne sonst noch kann"

Die zitierte Studie:
Asta Juzeniene, Johan Moan, Beneficial effects of UV radiation other than via vitamin D production, Dermato-Endocrinology, 2012, 4(2), 109-117

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